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Wie du dein Social Intranet im Unternehmen etablierst

Diesen Artikel gibt es auch auf Englisch.
Social Intranets bringen einen Kulturwandel in Unternehmen. So unterschiedlich jeder Mensch ist, so unterschiedlich geht auch jeder Mensch mit Veränderungen um.

Wichtig dabei ist, die Mitarbeiter auf dem Weg der Veränderungen zu unterstützen und zu begleiten. Wir zeigen dir, was du bei der Durchführung eines Change-Projekts beachten solltest.

Kultur

Technik alleine reicht nicht aus. Das neue Miteinander muss gelebt werden. Nur so kann eine digitale Heimat, in Form eines Intranets, nachhaltig wachsen und sich etablieren. Die Kultur im Unternehmen ist der wichtigste Baustein für ein erfolgreiches Social Intranet. Es geht um einen langfristigen Wandel und die Akzeptanz im Unternehmen: Die Mitarbeiter sollen langfristig befähigt und motiviert werden. Ein Kulturwandel braucht Zeit. Zeit Gewohnheiten zu ändern. Zeit neue Verhaltensweisen in den Köpfen der Mitarbeiter zu verankern.

Dabei besteht die Herausforderung darin, die unterschiedlichen Mitarbeitergruppen abzuholen: Vom Gegner und Skeptiker, über den neutral eingestellten und abwartenden Mitarbeiter, bis hin zum aktiven Befürworter. Wichtig dabei sind Multiplikatoren, die mit gutem Beispiel voran gehen und dich auf dem Weg unterstützen.

Was bedeutet das konkret?

Die Unternehmenskultur prägt den Umgang mit einem Social Intranet und andersherum. Es ist daher wichtig zu Beginn des Projektes die aktuelle Lage zur überprüfen, die Unternehmenskultur zu hinterfragen und ggf. anzupassen. Wie soll das künftige Miteinander aussehen? Welche Werte sollen den Mitarbeitern vermittelt werden? Der Dialog mit den Führungskräften ist in der Phase des Projekts ein zentraler Bestandteil. 

Eine Vision und ein Umdenken im Umgang mit der Kommunikation sind ebenfalls entscheidende Bausteine. Weg von Top-Down- und hin zu Bottom-Up-Kommunikation. Das heißt: Informationen aus unterschiedlichen Teilen des Unternehmens verbreiten anstatt sie ausschließlich von oben herab zu kaskadieren. Für die Akzeptanz und das Verständnis der Mitarbeiter ist eine formulierte Vision für ein Social Intranet wichtig. Schließlich führst du ein Social Intranet aus gutem Grund ein. Daher kommuniziere den Sinn und Zweck des Vorhabens an die Mitarbeiter, um sie auf die anstehende Veränderung vorzubereiten.

Akzeptanz

Veränderung braucht Zeit. Die Mitarbeiter sind im Berufsalltag stetig mit Veränderungen und Neuerungen konfrontiert. Oftmals bleibt dabei außer Acht, dass die „eigene Mannschaft“ Zeit benötigt, um den Wandel zu verstehen und anzunehmen. Du solltest dabei beachten nicht zu schnell zu viel bewegen zu wollen. Veränderung ist kein zeitlich befristetstes Projekt. Es ist ein konstanter Prozess.

Was bedeutet das konkret?

Binde deine Kollegen möglichst früh mit ein und informiere sie über die anstehende Neuerung. Betone die Vorteile des neuen Social Intranets und kommuniziere möglichst transparent – schließlich soll das Social Intranet seinen Nutzern einen Mehrwert bieten und Spaß machen. Je früher die Mitarbeiter informiert sind und je besser sie die Vorteile verstehen, desto eher werden sie das neue Social Intranet annehmen.

Mehrwert

Aus Sicht der Mitarbeiter ist eine transparente Kommunikation das A und O bei Veränderungsprozessen. Für die Einführung eines Social Intranets bedeutet das, konkrete Vorteile aufzuzeigen, wie ein Social Intranet den Arbeitsalltag erleichtern kann. Das ist auch wichtig, um Multiplikatoren für dein Vorhaben zu gewinnen.

Gibt es aktuelle Probleme, die gelöst werden können?

Überlege dir konkrete Anwendungsfälle, die zu deinen Zielgruppen passen. Nicht jeder Mitarbeiter hat den selben Arbeitsalltag. Also werden die Mitarbeiter das Social Intranet unterschiedlich nutzen 

Nicht nur für die Mitarbeiter bietet ein Social Intranet einen Mehrwert. Für dich als Verantwortliche(r) ist es ein toller Feedback-Kanal. Du rückst näher an die Mitarbeitern heran und erkennst, welche Interessen sie haben und nach welchen Informationen sie suchen. Das ist wichtig, um zukünftig den Mitarbeitern interessante und relevante Informationen bereitzustellen. 

Multiplikatoren

Wenn du als Einzelkämpfer unterwegs bist, wird es ein steiniger Weg. Suche dir Unterstützer im Unternehmen. Allen voran sind die Führungskräfte ein wichtiger Teil des Change-Projekts. Binde das Führungsteam möglichst früh mit ein. Dabei ist es besonders wichtig ihnen einen Überblick über die Vorteile  des Social Intranets für das Unternehmen und ihre Teams zu geben. Gleichzeitig sollte ein Social Intranet auf die Unternehmensziele einzahlen.

Auch im späteren Projektverlauf sind Multiplikatoren ein wichtiger Bestandteil des Erfolges. Sie geben den Mitarbeitern ein gutes Gefühl und fördern die Akzeptanz. Durch aktive Vorbilder wird den Mitarbeitern die Scheu vor der Nutzung des neuen Mediums genommen.
 

Acht Fragen, die du dir stellen solltest:

  • Wie können alte Denkmuster abgelegt werden?
  • Warum macht das neue Social Intranet Sinn?
  • An welchen Stellen unterstützt ein Social Intranet die Zusammenarbeit?
  • Wie kann ein Social Intranet die Mitarbeiter im Arbeitsalltag unterstützten?
  • Welche konkreten Anwendungsfälle gibt es für die Zielgruppen?
  • Wie können den Mitarbeitern die Sorgen der Umstellung genommen werden?
  • Wie zahlt ein Social Intranet auf die Unternehmensziele ein?
  • Wie können die Führungskräfte eingebunden werden?

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AUTOR

Simone Müller

Simone ist Senior Consultant & Coach. Sie schult unsere Kunden im perfekten Umgang mit COYO. In unserem Blog widmet sie sich den Themen im Bereich der Unternehmenskommunikation und der Einführung eines Social Intranets.

VERÖFFENTLICHT AM

3.08.2018