Was ist ein moderner Arbeitsplatz?

offici
Alle Blogbeiträge Veröffentlicht am 8.08.2019

Modern Workplace, Arbeitsplatz der Zukunft, Arbeitsplatz 4.0 – viele Begriffe bezeichnen das gleiche Konzept. Aber was ist mit einem modernen Arbeitsplatz überhaupt genau gemeint? Geht es um futuristische Bürolandschaften, High-End-Bürostühle und Smart Boards anstelle von Flip Charts? Ja, sicherlich auch ein bisschen. Allerdings nicht hauptsächlich. Denn ein Modern Workplace umfasst viel mehr als nur die Büroräumlichkeiten.

Genau genommen ist der moderne Arbeitsplatz auch gar kein Platz mehr. Klingt verwirrend. Aber tatsächlich handelt es sich um keinen einzelnen, bestimmten Ort – wie früher das Büro in der Firma. Stattdessen ist heute alles an Hard- und Software, an Utensilien und Konzepten gemeint, die wir im Zusammenhang mit unserer Arbeit benutzen – ganz egal, wo und wann das passiert.

dfdfhfgh

Der moderne Arbeitsplatz hat sich also über seine wörtliche Bedeutung hinausentwickelt. Man könnte auch sagen, dass er etwas weniger oberflächlich geworden ist und endlich mal ein bisschen mehr Aufmerksamkeit für die inneren Werte übrig hat. – Schön, oder? Mehr Tiefgang finden wir schließlich alle super. 😉

Aber wie muss man sich das in der Praxis vorstellen? Was gehört alles dazu und was zeichnet einen solchen Arbeitsplatz der Zukunft dann genau aus? Um diese Fragen zu beantworten, schauen wir uns am besten einmal die 7 zentralen Eigenschaften eines modernen Workplace näher an.

7 Eigenschaften eines Modern Workplace

1) Digital

Digitalisierung ist mit Sicherheit eines der ersten Stichworte, die uns in den Sinn kommen, wenn wir über die moderne Arbeitswelt nachdenken. Schließlich ist heute ALLES digital. Auf dem Weg zur Arbeit checkst du mit deiner News-App auf dem Handy, was in der Welt so passiert ist. Und vielleicht schaust du mit eurer Mitarbeiter-App, wie sich einige Firmen-Projekte gerade entwickeln. Dort siehst du auch, was der Chef zum neuen Geschäftsbericht zu sagen hat und was es mittags in der Kantine zum Essen geben wird. Im Unternehmensgebäude angekommen, schreibst du womöglich ein paar E-Mails an Kunden, gibst deinen Urlaubsantrag ins System ein, recherchierst, was die Konkurrenz gerade treibt, und arbeitest dann an deinem Vortrag für die nächste Konferenz. – Alles komplett digital.

johnson-wang-iI4sR_nkkbc-unsplash

Die Digitalisierung ist aus dem Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken. Und was in der einen oder anderen Firma noch nicht digital ist, das entwickelt sich wahrscheinlich gerade dorthin. Deshalb werden „modern“ und „digital“ heute oft schon fast synonym zueinander verwendet und sind untrennbar miteinander verbunden.

2) Kreativ

Gleichzeitig werden digitale Lösungen immer ausgefeilter und schlauer. Das Internet der Dinge und vor allem die Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz lassen uns verdammt oft ja nur noch große Augen machen. Braucht es den Menschen in der Arbeitswelt der Zukunft überhaupt noch? Ja. (Welch ein Glück!) Denn Computer können zwar schon unfassbar viel übernehmen und/oder vereinfachen. Aber sind wir sind trotzdem noch weit davon entfernt, dass sie keinen Input vom Menschen mehr bräuchten.

Eine Sache hat der Mensch nämlich allen Rechnern voraus: Er kann komplett eigenständig kreativ denken. Und genau deshalb sind Mensch und Maschine auch ein unschlagbares Team: Der Mensch übernimmt den kreativen Part und der Computer wertet beispielsweise aus, vereinfacht, vernetzt und archiviert. Faire Aufteilung, wie wir finden. 😎

roman-bozhko-PypjzKTUqLo-unsplash


3) Flexibel

Um genau diese Kreativität zu unterstützen, muss ein moderner Arbeitsplatz auch möglichst flexibel sein. Das fängt bei den oben schon erwähnten Bürolandschaften an und hört bei flexiblen Arbeitszeiten noch lange nicht auf. Kreativität wird nämlich zum Beispiel durch Abwechslung gefördert. Es kann also total hilfreich sein, wenn du erst einmal zwei Stunden in einem Einzelbüro konzentriert vor dich hinarbeiten kannst. Anschließend triffst du dich in der gemütlichen Lounge-Area mit zwei Mitarbeitern zum Brainstorming auf Sofas und Sitzsäcken. Und später hast du noch ein Meeting im top ausgestatteten Konferenzraum.

Allerdings wäre dieser Ablauf für deinen Kollegen womöglich ganz und gar nicht das Richtige, um seine Kreativität auf Hochtouren zu bringen. Vielleicht ist der nämlich eine Hardcore-Nachteule und setzt erst nach deinem Feierabend zu kreativen Höhenflügen an. Um dieses Potential voll auszuschöpfen, sind flexible Arbeitszeiten unschlagbar.
proxyclick-visitor-management-system-l90zRbWvCoE-unsplash

4) Mobil

Hand in Hand mit der Flexibilität kommt die Mobilität, also unterwegs per Smartphone oder Tablet zu kommunizieren und auf allerlei Daten zugreifen zu können. – Und was in unserem Privatleben schon längst gang und gäbe ist, wird auch in der Arbeitswelt immer selbstverständlicher. Schließlich ist es wahnsinnig praktisch, wenn du beim Warten auf dein Mittagessen die aktuellen Unternehmensnews lesen und dich im Zug zum Kundentermin nochmal mit deinen Kollegen abstimmen kannst.

Die rasante Entwicklung im mobilen Sektor der letzten gut zehn Jahre führt außerdem dazu, dass moderne Arbeitsplätze immer weniger nach dem Präsenz-Prinzip funktionieren, wie es früher der Fall war. Stattdessen wird das Ergebnis-Prinzip zunehmend wichtiger. Finden wir total super, denn wenn wir vor allem ein bestimmtes Ziel erreichen wollen, können wir uns mehr darauf konzentrieren, was tatsächlich der beste Weg dorthin ist. Und dann rücken auch die Bedürfnisse der Mitarbeiter wieder mehr in den Vordergrund. Denn nur zufriedene Mitarbeiter sind so produktiv und engagiert wie möglich.

daria-shevtsova-zbWFT4eVopE-unsplash

Apropos Mitarbeiter: Mobil können auch endlich alle Beschäftigten erreicht werden, die ihre Arbeitszeit nicht an Laptops & Co zubringen. Gemeint sind die Kollegen an vorderster Front: in den Verkaufsfilialen, im Lager, in der Fertigung etc. Über beispielsweise eine Mitarbeiter-App können sie viel schneller, zuverlässiger und stärker mit dem Unternehmen vernetzt sein, als dies früher möglich war.

5) Kollaborativ

Wenn alle Mitarbeiter besser vernetzt sind, bringt das auch großartige Möglichkeiten zur Kollaboration mit sich. So können durch einen modernen Arbeitsplatz zum Beispiel Team-Mitglieder von verschiedenen Standorten und aus unterschiedlichen Abteilungen viel besser zusammenarbeiten. Auch der unternehmensweite Wissensaustausch wird auf ein völlig neues Level gehoben und macht die Arbeit aller Beteiligten um ein Vielfaches leichter. (Mehr dazu in unserem Blog-Artikel „Was ist Social Collaboration?“)

Stärkere Vernetzung sowie bessere Zusammenarbeit bringen aber nicht nur schnellere und bessere Ergebnisse. Sie wirken sich auch sehr nachhaltig auf die Unternehmenskultur aus. Eigentlich klar: Wenn ein Team enger zusammenrückt, wenn effizient und effektiv kollaboriert werden kann, dann verbessert das auch die allgemeine Stimmung. Und natürlich ebenso die Verbundenheit und das Engagement der Mitarbeiter. Die positiven Effekte nehmen also einfach kein Ende. 

room-34V7TVQQFsU-unsplash


6) Sicher

Je mehr Austausch und Vernetzung stattfindet, desto wichtiger werden aber auch die Themen Datenschutz und Sicherheit. Und in Zeiten von Hacker-Angriffen und DSGVO ist ein guter moderner Arbeitsplatz ohne solide Sicherheitsvorkehrungen sowieso nicht mehr denkbar.

Das wiederum bedeutet klare Einschränkungen, welche Software für die Arbeit genutzt werden kann. Denn die heute leider ebenso beliebten wie gefährlichen Anwendungen wie WhatsApp und Dropbox (Stichwort: Schatten-IT) haben natürlich in einem Arbeitsplatz der Zukunft nichts zu suchen. (Mehr dazu in unserem Blog-Artikel „6 Gründe, wieso Unternehmen WhatsApp nicht intern nutzen sollten“) Stattdessen stellt das Unternehmen idealerweise sichere und DSGVO-konforme Software-Lösungen zur Verfügung, die alle benötigten Funktionen und Tools abdecken.

7) Simpel

In allen bereits genannten Aspekten klang es schon an: Ein moderner Arbeitsplatz muss so schnell, angenehm und einfach wie möglich funktionieren. Effizienz und Effektivität gehören zu den obersten Prioritäten. Keiner sieht mehr ein, unnötig viele Revisionsschleifen zu drehen oder den ganzen Tag in wenig zielführenden Meetings zu verplempern.

Diese heutige Form der Bequemlichkeit diktiert, dass Ergebnisse zwar hervorragend sein sollen, dass man sie aber bitte auch so zügig und angenehm wie möglich erreichen soll. Und dass die Zufriedenheit der Mitarbeiter dabei unter keinen Umständen auf der Strecke bleiben darf. Klingt irgendwie utopisch, oder? Genau dieser moderne Anspruch der Simplizität ist aber das grundlegende Prinzip des Arbeitsplatzes der Zukunft.

kevin-bhagat-zNRITe8NPqY-unsplash

Ausblick: Ein moderner Arbeitsplatz ist keine Zukunftsmusik mehr

Ein Arbeitsplatz, der diese 7 Eigenschaften eines Modern Workplace erfüllt, wäre ein echter Traum, oder? Maximale Mitarbeiter-Zufriedenheit, Produktivität und Effizienz bei minimalem Aufwand. Wahnsinn!

Tatsächlich ist dieser Traum heutzutage aber völlig realistisch. Denn es gibt bereits Software-Angebote, die genau diese Prinzipien umsetzen. Digital-Workplace-Lösungen mit einem Social Intranet als Kernstück liefern eurem Unternehmen den Löwenanteil all dessen ins Haus, das ihr zur Umsetzung eines Arbeitsplatzes der Zukunft benötigt. Bei der Einführung gilt es zwar auch noch so einiges zu beachten. (Mehr dazu in unserem Blog „Die 7 häufigsten Fehler bei der Einführung eines Digital Workplace“) Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Also immer mutig voran! 💪🏻

 

coyo-ebook-banner-blog-02-4

Autor

Katharina Mauder

Als freie Texterin schreibt Katharina für uns über Themen wie Kommunikationstools, Mobile Intranet und Mitarbeitermotivation und weiß genau, welche Schwerpunkte für den Leser besonders interessant sind.