So wird sich das Arbeiten im Home-Office in 2021 weiterentwickeln

Alle Blogbeiträge Veröffentlicht am 18.02.2021

Ab nach Hause und von dort arbeiten – eigentlich ganz einfach. Oder etwa doch nicht? Klar, durch die Corona-Krise wurde der Druck in und auf Organisationen größer, sich zu verändern, digitale Alternativen zu finden, zu etablieren und vor allem zum Laufen zu bringen. Millionen Berufstätige sind ins Home-Office gewechselt und müssen jederzeit und von überall aus produktiv arbeiten. Sie müssen den Kontakt zu Kunden und Kollegen halten, sich um wichtige Projekte kümmern oder neue Aufträge annehmen. Die magischen Worte sind: Digitaler Arbeitsplatz, Remote Work und eben Home-Office. Die Digitalisierung hat 2020 einen extremen Boost bekommen – ehrlich gesagt, es blieb einem ja auch nichts anderes übrig.

Für diese Zwecke steht Organisationen eine große Anzahl an digitalen Kollaborations- und Kommunikations-Tools zur Verfügung. Da es aufgrund der Pandemie jedoch oft sehr schnell gehen musste, war das Einführen solcher Tools nicht selten ein Schnellschuss: Kurz recherchiert, Lizenz gekauft und los ging es. Und so fing man vielleicht erst nach und nach an, sich auch Gedanken darüber zu machen, wie die Mitarbeitenden auch aktiv dabei unterstützt werden, mit der ungewohnten Situation am Küchentisch klar zu kommen.

Denn jeder Vierte erhielt von Arbeitgeberseite weder auf IT-Ebene noch organisatorisch Unterstützung. Damit das Konstrukt Home-Office in der Pandemie aber auch zukünftig überhaupt funktioniert und beiden Seiten den Nutzen bringt, den es in sich birgt, müsste dies nachgeholt werden.

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Neben einem neuen Tool muss auch die Organisation an sich überhaupt bereit für das „New Normal“ sein. Und jetzt fragt man sich, wie und ob es mit dem Home-Office weitergeht. Werden Unternehmen den Digitalisierungstrend weiterverfolgen oder war alles nur eine „kurzfristige“ Notlösung? Wie nachhaltig sind die bisher oftmals krisengetriebenen Veränderungen? Die Antwort auf all diese Fragen lautet: Es kommt (wie immer) darauf an.

Home-Office: Ja. Nein. Jein?

Ganz gleich welches Szenario auf ein Unternehmen zutrifft, eines ist klar: Viele Organisationen haben auch in der Krise noch längst nicht das Potential des Arbeitens von zu Hause ausgeschöpft. Einige werden an bisher Gestaltetes und Umgesetztes anknüpfen oder dieses weiterentwickeln und wiederum andere werden nach der Krise in ihre alten Gewohnheiten und Strukturen zurückfallen. In was für einem Unternehmen ihr arbeitet, könnt ihr am besten selbst beantworten.

Yes – we can Home-Office

Man muss kein Experte sein, um vorauszusagen, dass vor allem Unternehmen in der Informations- und Kommunikationsbranche weniger Probleme mit dem „New Normal“ haben werden. Denn in diesen Branchen war Home-Office auch vor der Pandemie kein Fremdwort. Zeit- und ortsunabhängiges Arbeiten galt als „normal“, Meetings und Vorstellungsgespräche wurden via Video-Call abgehalten und zwischendrin wurden die "Next Steps" mit dem Kollegen via Chat besprochen.

Aber auch in bisher eher klassisch strukturierten Unternehmen mit Präsenzfokus mussten in den vergangenen Monaten einige Vorgesetzte eingestehen, dass im Home-Office doch einiges besser klappte als anfangs gedacht. In der Pandemie wurden diverse Prozesse umgestaltet: Der Chef konnte das Angebot bspw. nicht mehr unterzeichnen, also hat er es einfach online freigegeben. Und? Auch so wurden Projekte zur Zufriedenheit der Kunden abgeschlossen – vielleicht sogar ein wenig effizienter und pragmatischer als bisher.

Somit möchten einige Unternehmen, auch über die Pandemie hinaus, die Möglichkeit im Home-Office zu arbeiten beibehalten. Jedoch muss an dieser Stelle eingeräumt werden, dass 100 % Homeoffice wohl eher für die wenigsten Unternehmen und Mitarbeitenden die optimale Lösung ist. Ein hybrider Ansatz ist da schon deutlich attraktiver.

Maybe sometimes, Baby: Der Hybrid

Auch nach der Pandemie sollten mehr Berufstätige die Möglichkeit erhalten, zumindest teilweise in Home-Office zu arbeiten. Aus Arbeitnehmer- und Arbeitgebersicht gibt es diverse Vor- aber auch einige Nachteile im Home-Office. Daher wünschen sich viele einen gesunden Mix aus beidem.

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Wie eine solche Hybridlösung ausgestaltet wird, hängt wiederum von der bestehenden Unternehmenskultur ab. Die einen trauen sich und den Mitarbeitenden mehr, die anderen eher weniger zu. Jedoch müssen sich sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer bewusst sein, dass ein hybrides Arbeitsmodell anfangs auf jeden Fall mit Arbeit verbunden ist – zumindest bis zu dem Zeitpunkt, wo es reibungslos funktioniert und die alten Strukturen wo möglich und gewünscht durch neue, flexible ersetzt wurden.

Aber dass viele Unternehmen aktuell mehr im Hier und Jetzt als im Morgen leben, zeigt die Tatsache, dass knapp 60 % der Arbeitgeber noch keinerlei Aussage bezüglich der Home-Office-Zukunft getätigt haben.

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No – we want “Präsenz”

Neben „Yes – we can“ und den „Hybriden“ wird es aber auch Unternehmen geben, die froh sind, wenn sie nach der Pandemie wieder alle Mitarbeitenden ins Büro zurück zitieren können. Unternehmen, die die Rückkehr zur Präsenzkultur bevorzugen, sehen die aktuelle Situation als reine und aufgezwungene „Notlösung“. Es ist verständlich, dass eine Veränderung Angst machen kann, sie vielleicht unbequem und auch mit Arbeit verbunden ist oder auf den ersten Blick in der Branche nicht umsetzbar zu sein scheint. Auf lange Sicht kann sich diese Mühe jedoch nur lohnen – denn der Trend „Digitalisierung“, „Digitale Transformation“ und „Digitaler Arbeitsplatz“, ist nicht mehr aufzuhalten. Und vielleicht kostet es im Endeffekt sogar mehr wertvolle Ressourcen, wenn man sich dieser Tatsache strikt verweigert.

Die Gretchenfrage: Ändert sich was?

Ob ein Unternehmen auch über die Pandemie hinaus Home-Office anbietet, bleibt aktuell noch jedem selbst überlassen. Eines ist jedoch sicher: Früher oder später wird sich auch der härteste Digitalisierungsverweigerer den sich verändernden Gegebenheiten anpassen müssen. Und wenn es nur darum geht, mit der Konkurrenz Schritt zu halten.

Den richtigen oder falschen Weg gibt es nicht: Wichtig ist, das richtige bzw. optimale Gleichgewicht zwischen Büro- und Heimarbeit zu finden. Und dieses Gleichgewicht hängt vom Unternehmen, der Unternehmenskultur, der Branche und der persönlichen Situation der Mitarbeitenden ab. Unternehmen müssen verstehen, dass sich nicht nur Hard- und die Software entwickeln, sondern auch die Art und Weise wie wir miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten wollen.

Zu erwarten ist, dass die Büroarbeit nicht vollständig durch das Home-Office ersetzt wird: Der persönliche Kontakt und die Interaktion bleiben wichtige Bestandteile eines jeden Arbeitsalltags. Ein guter Mix macht's.

Aber wie zu Beginn schon gesagt: Es kommt eben darauf an, wer warum und wie Home-Office als einen Teil seines eigenen „New Normal“ etablieren kann und will. 



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Autor

Kateryna Scheller

Als Marketing- und Kommunikationsverantwortliche der LINXYS GmbH beschäftigt sich Kateryna intern sowohl mit aktuellen Themen rund um Social Intranet und Digital Workplace als auch mit dem Unternehmensauftritt. Extern unterstützt sie als Consultant bei der Einführung sowie Neuausrichtung von Social-Intranet-Systemen.

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