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Interview mit Kronsteg:  Wie du Mitarbeiter für ein neues Social Intranet begeistern kannst!

Ein Grassroots-Ansatz, um eine intrinsische Nachfrage nach einem Social Intranet aus der Mitarbeiterschaft heraus zu generieren.

 

Patrik Kolligs ist einer der Gründer von Kronsteg. Die Digital-Workplace-Agentur unterstützt Unternehmen bei der internen Digitalisierung, häufig im Bereich Social Intranets und Office 365 Add-ons. Das Interview führte Leonard Zenouzi, Team Lead Partners bei COYO.


Hallo Patrik! Erzähle uns doch zum Einstieg kurz etwas über dich und Kronsteg.

Hallo Leonard! Ich bin Patrik Kolligs und zusammen mit Ricardo Thiele einer der Gründer von Kronsteg. Wir sind eine reine Digital-Workplace-Agentur, helfen also Unternehmen ausschließlich bei der internen Digitalisierung. Das umfasst in der Praxis dann meist die Einführung eines Social Intranets oder Office 365 Add-ons. Ziel ist es dabei immer, die Kommunikation, Kollaboration und Vernetzung innerhalb des Unternehmens zu verbessern. AE562985-8343-4E88-BD89-F82D47F2778A

Wie beginne ich, wenn ich meine Kollegen von der Einführung eines Social Intranets überzeugen möchte?

Der Einstieg in diese Thematik ist für uns eigentlich immer die Beantwortung der Frage: „Wen muss ich eigentlich überzeugen?“ Gerade zwei Punkte sind hier essentiell: Zu Beginn sollte ermittelt werden, ob und wer sich aktuell im Unternehmen mit dem Thema befasst. Zudem ist es wichtig, herauszufinden, wer das Projekt innerhalb der verschiedenen Abteilungen, wie Marketing, IT, der internen Kommunikation oder dem Management, besonders positiv oder negativ beeinflussen kann. Der Fokus liegt hierbei vor allem auf Mitarbeitern der IT und speziell bei der Einführung von Social Intranets, auch immer mehr bei der internen Kommunikation. Gründe hierfür sind die einfachere Administrierbarkeit solcher Lösungen und die weite Verbreitung von SaaS-Lösungen, durch die die Projekte von reinen IT-Projekten zu interdisziplinären Projekten werden, bei denen auch andere Abteilungen, wie die Personal- oder Marketingabteilung, immer involviert werden sollten.

 

Was sind nun die nächsten Schritte, nachdem ich meine benötigten Schlüsselfiguren und Ansprechpartner im Unternehmen identifiziert habe?

Als nächsten Schritt befragen wir die handelnden Personen im Rahmen eines Status-Quo-Workshops. Dabei sollte man sich aber nicht mit pauschalen Antworten zufriedengeben. Werden beispielsweise IT-Mitarbeiter nach den existierenden Rahmenbedingungen befragt, entgegnen diese beispielsweise oft, dass eine cloudbasierte Lösung nicht möglich sei. Bohrt man dann etwas tiefer nach, kann man häufig die dahinter liegenden Gründe nachvollziehen. Im weiteren Projektverlauf eröffnen sich dadurch weitere Möglichkeiten, da so nicht von Anfang an potentiell interessante Optionen ausgeschlossen werden.

Anschließend entwickeln wir, basierend auf den Anforderungen, die wir während des Workshops aufgenommen haben, individuelle Mehrwerte, in denen sich die einzelnen Zielgruppen wiederfinden können. Eine eher kritische Zielgruppe ist oft der Betriebsrat, der eine gewisse Reichweite im Unternehmen erzielen möchte. Aufgrund der herausgearbeiteten Mehrwerte kann man den Betriebsrat meist leicht überzeugen, dass über ein Social Intranet schnell alle Mitarbeiter im Unternehmen erreicht werden können. Die IT kann mit ins Boot geholt werden durch Aufzeigen des geringeren Wartungsaufwandes, höhere Sicherheit, einfachere Verwaltung von Rechten, durch die Nutzer selbst, und der damit resultierenden Entlastung des IT-Help-Desks. Speziell das Management interessiert sich häufig nicht im Detail für einzelne Funktionen. Stattdessen sind hier Produktivitätszugewinne von Interesse oder die stärkere Vernetzung einzelner Mitarbeiter und welche Auswirkungen diese auf die Mitarbeiterzugehörigkeit hat.
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Wenn ich meine Kollegen von der Einführung überzeugt habe, wie involviere ich sie anschließend ins Projekt?

Vor der eigentlichen Einführung gibt es noch eine Art Übergangsphase, die für uns sehr wichtig ist. Sobald wir die Schlüsselfiguren überzeugt haben ein Social Intranet einzuführen empfehlen wir einen pragmatischen Ansatz. Das heißt, wir erstellen meist keine großen Business Cases, sondern starten lieber „schmal“ mit einer Pilotphase. Dabei werden die Key-Stakeholder eingeladen, das System selbst auszuprobieren. Anschließend zeigen wir den Redakteuren beispielsweise, wie man in dem neuen System Nachrichten anlegt. Für viele Nutzer ist dieser Ansatz viel greifbarer, da er ihnen hilft ein besseres Verständnis für das System und dessen Potenziale zu erhalten. Im weiteren Projekt hilft es regelmäßig solche Impulse zu setzen, um die weitere Verwendung des Social Intranets zu forcieren. So kann der Betriebsrat beispielsweise daran erinnert werden, dass die letzten Beschlüsse über die Community geteilt werden könnten, wodurch die Aktivität dieser Personen sichergestellt werden kann.

 

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AUTOR

Leonard Zenouzi

Leonard verantwortet als Team Lead das Partner Management bei COYO. Im Blog informiert er euch über sämtliche Neuigkeiten rund um die Partner von COYO.

VERÖFFENTLICHT AM

24.10.2019