Das denken eure Mitarbeiter wirklich über die aktuellen Arbeitsbedingungen

Alle Blogbeiträge Veröffentlicht am 18.11.2020

Lockdown? Alle Mitarbeiter im Home-Office? Kommunikation ausschließlich digital? 😱 Das, was nach einer Folge Black Mirror klingt, wurde 2020 mit COVID-19 Realität. Die Situation ist nicht nur für die Unternehmen eine große Herausforderung, sondern vor allem für die Arbeitnehmer, denen auch im „New Normal“ die gewohnte Performance abverlangt wird. Darum wollen wir heute einen Blick auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter werfen. Unser Partner HIRSCHTEC geht diesem Aspekt in der Studie „Digitale Kommunikation und Zusammenarbeit in Unternehmen 2020“ auf den Grund. Dafür wurden 1.003 Berufstätige in Deutschland befragt – mit teilweise überraschenden Ergebnissen.

 

Messenger schlägt Telefon

Diese Aussage trifft zumindest auf die unter 40-jährigen Berufstätigen zu, die heute bereits den größten Teil der Belegschaft ausmachen. Das Telefon verliert im Arbeitsalltag zunehmend an Relevanz: in der HIRSCHTEC-Studie von 2017 antworteten noch 63 Prozent der Befragten, dass sie das Telefon als wichtigsten Kanal zum Austausch mit Kollegen nutzen. Heute nutzen nur noch die Hälfte aller Befragten das Telefon als Kommunikationstool, gefolgt von E-Mail (50 Prozent) und Chat (32 Prozent). 

Was bei diesem Punkt besonders deutlich wird: Das Alter der Befragten spielt für die Akzeptanz digitaler Tools eine große Rolle. Fast die Hälfte (44 Prozent) der Mitarbeiter unter 40 bevorzugt Chat-Messenger für den direkten internen Austausch. Damit greifen die jüngeren Mitarbeiter sehr viel häufiger auf Chat-Tools zurück, als die älteren Kollegen. Von den Befragten Ü40 gab nur knapp ein Viertel an, intern via Chat zu kommunizieren, anstatt das Telefon in die Hand zu nehmen. Wie ihr die Akzeptanz all eurer Mitarbeiter für digitale Tools steigert, könnt ihr hier nachlesen.

pexels-vlada-karpovich-4050303-2

 

Produktiver durch digitale Tools?

Wieder ein klares „Ja!” von den jüngeren Mitarbeitern: Fast zwei Drittel (62 Prozent) sehen eine nachhaltige Steigerung der Produktivität durch digitale Tools wie Intranet-Lösungen oder virtuelle Arbeitsräume. Bei den älteren Mitarbeitern ist die Antwort darauf, wider Erwarten, zumindest ein „Jein!”: Hier gaben 45 Prozent an, dass sie von langfristig höherer Produktivität durch die Nutzung digitaler Tools überzeugt sind. Weitere Tipps dazu, wie du die Produktivität deiner Remote-Mitarbeiter steigern kannst, findest du hier.

201118-coyo-Studie-zur-Produktivität-durch-Digitalisierung-Grafik-02

Klare Vorgaben spielen für Arbeitnehmer scheinbar ebenfalls eine große Rolle: Ein Drittel aller Befragten wünschen sich offizielle Regelungen zur digitalen Erreichbarkeit und möchte klare Ansagen, welches digitale Tool für welchen Fall genutzt werden soll

 

New Work für alle!

In einem Punkt waren sich alle Altersgruppen einig: Berufstätige wünschen sich am stärksten flexible Arbeitsmodelle – sowohl in der Zeiteinteilung, als auch, was den Arbeitsort betrifft. Das verdeutlicht, dass der New-Work-Ansatz mit einer positiven Employee Experience nicht nur für die Arbeitnehmergeneration der Millennials ein großes Thema ist, sondern für alle Mitarbeiter, die sich seit 2020 im New Normal wiederfinden. Die Jobanforderungen von Arbeitnehmerseite haben sich mit der Krise drastisch geändert: Die Möglichkeit, zeitlich flexibel und remote zu arbeiten wird mittlerweile vorausgesetzt. Was aber ebenfalls eine Rolle für die Employee Experience spielt, sind flache Hierarchien, selbstbestimmtes Arbeiten, Fortbildungsmöglichkeiten und kollaborative Zusammenarbeit. Wie du das Change Management in deinem Unternehmen vorantreiben kannst, erfährst du in unserem Whitepaper zum Thema „Digitale Führungsqualitäten“.

201118-coyo-Studie-zur-Produktivität-durch-Digitalisierung-Grafik-01

Wie du das Change Management in deinem Unternehmen vorantreiben kannst, erfährst du in unserem Whitepaper zum Thema „Digitale Führungsqualitäten“.

 

Die Learnings

Was haben wir aus der HIRSCHTEC-Studie gelernt?

  • Es sollten verbindliche Vorgaben für das digitale Arbeiten erarbeitet werden, um flexible Arbeitsmodelle zu ermöglichen
  • Es muss im Vorfeld entschieden werden, welche Kern-Tools unternehmensweit zum Einsatz kommen und klare Anwendungsfälle definiert werden
  • Je nach (altersspezifischem) Bedarf sollten Schulungen oder Tutorials für den Umgang mit den digitalen Tools angeboten werden, damit sich kein Mitarbeiter an seinem digitalen Arbeitsplatz verloren fühlt

Wir bedanken uns bei HIRSCHTEC, dass sie uns die spannenden Ergebnisse ihrer Studie zur Verfügung gestellt haben. 

Autor

Dorothee Thomsen

Unsere Online-Redakteurin Dorothee schreibt im COYO-Blog über New-Work-Trends, aktuelle Entwicklungen und alles, was über die einschlägigen Buzzwords hinausgeht.

Alle Blogbeiträge