10 Fragen, die man sich vor der Digitalisierung seines Unternehmens stellen sollte

Alle Blogbeiträge Veröffentlicht am 23.04.2021

Digitalisierung. Ein Begriff, den viele nicht erst seit 2020 kennen. Und dennoch haben viele Unternehmen erst in 2020 angefangen, sich konkret Gedanken darüber zu machen. Warum? Weil es nicht anders ging: Home-Office, Remote Work, digitaler Arbeitsplatz – und das von jetzt auf gleich. Von einem Tag auf den anderen mussten neue Wege geebnet werden, um den Gegebenheiten flexibel entgegentreten zu können. Die Digitalisierung hat weltweit ihren Fuß in die Unternehmenstüren bekommen. Aber wollen und können die Unternehmen das überhaupt handhaben? Sehen sie sich dazu gezwungen oder sind sie tatsächlich davon überzeugt?

Wir haben einmal LINXYS-intern gebrainstormt und aus unseren Erfahrungen heraus ein paar Fragen zusammengestellt, die vor einer Digitalisierung unbedingt durchdacht werden sollten – damit diese auch ein echter Erfolg wird.

1. Möchte oder muss ich digitalisieren? 

01_linxys-coyo-erste-Frage
Stellen wir uns einmal vor, es gäbe kein Corona. Würde euer Unternehmen trotzdem den Schritt in die digitale Unternehmenswelt wagen oder vielleicht doch eher noch ein bisschen warten, was die anderen so machen, wie man mit dem Altbewährten durchkommt und was die Zukunft so bringt?

Das ist die wichtigste Frage, die ihr euch überhaupt stellen solltet. Denn „wo kein Commitment – da kein langfristiger Erfolg“. Wie auch in jeder anderen Lebenslage sollte der Spruch gelten „keine halben Sachen“. Also lieber ein paar Tage länger überlegen, als am Ende etwas anzufangen, was eigentlich keiner möchte.

Könnt ihr die erste Frage mit „wir möchten“ beantworten, geht es weiter in die zweite Runde.

2. Digitalisieren oder doch transformieren?  

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Hä? Na, digitalisieren eben. Leider werden „Digitalisierung“ und „Digitale Transformation“ oftmals als Synonym füreinander verwendet, aber die Zusammenhänge beider sind komplett anders. Für manch einen mag der Unterschied egal sein – aber wenn es um das Unternehmen und vor allem die Unternehmensstrategie geht, solltet ihr euch doch die Zeit nehmen, die Unterschiede zu verstehen – denn zwischen einer reinen Digitalisierung und einer digitalen Transformation liegen sprichwörtlich Welten.

Kurz gesagt: Digitalisierung ist heute ja eigentlich schon Pflicht. Die digitale Transformation dagegen die Kür. Wer auf der sicheren Seite bleiben will, entscheidet sich wohl eher für die «Digitalisierung» – wer mutig ist und wirklich etwas verändern möchte, sollte sich eher der «Digitalen Transformation» zuwenden. 

3. Ist mein Unternehmen überhaupt bereit zu digitalisieren? 

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Jetzt haben wir uns alle darauf geeinigt, dass wir digitalisieren oder gar transformieren möchten. Bleibt jetzt aber noch die Frage offen, ob das Unternehmen überhaupt bereit dazu ist oder ob im ersten Schritt noch andere Vorkehrungen getroffen werden sollten.

Lebt das Unternehmen bereits kollaborative Ansätze? Ist eine transparente und offene Kommunikation bereits Alltag? Kollaboration lässt sich nämlich nicht herbeizaubern. Es braucht Rahmenbedingungen. Der Wesenskern von Kollaboration beruht auf den Menschen, den Individuen im Unternehmen. Denn Strukturen und Prozesse sind per se nicht kollaborativ. Eine Unternehmens- und Führungskultur, die auf Hierarchien, auf Konzentration von Entscheidungen bei den „Häuptlingen“ und auf Anweisung und Kontrolle setzt, schafft keine förderlichen Rahmenbedingungen für kollaboratives Arbeiten. Kollaboration ist ein Zustand und kein Tool. Aber keine Sorge: Kollaborationsfähigkeit lässt sich trainieren. Einzige Voraussetzung: Man will es.

4. Gibt es konkrete Ziele, die durch Digitalisierung erreicht werden sollen?

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So, nun haben wir uns bereits Gedanken darüber gemacht, ob wir digitalisieren oder transformieren möchten und sind uns klar darüber geworden, dass mehr dazu gehört, als nur eine neue Software einzuführen. Somit geht es jetzt an die Strategie: Was wollen wir eigentlich erreichen und warum?

Am besten setzt ihr euch für den Anfang 3 konkrete Ziele, welche erreicht werden sollen. Diese werden von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich ausfallen – denn so verschieden die Menschen, so verschieden sind auch die Unternehmen und deren strategische Ausrichtung. Sollen eure Mitarbeitenden effizienter arbeiten können? Soll die interne Kommunikation verbessert werden? Möchtet ihr euren Kunden und Partnern eine Zusammenarbeit mit euch ermöglichen, die einfach und transparent ist und noch dazu Spass macht?

Entsprechend euren selbst gesteckten Zielen wird es euch leichter fallen, sowohl die internen Prozesse entsprechend abzubilden und anzupassen als auch die beste Softwarelösung genau dafür zu finden.

5. Gab es irgendwo im Unternehmen schon einen Digitalisierungsversuch? 

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Bevor wir uns jetzt voller Elan daran machen, alles neu zu gestalten, eine neue Software einzuführen und das ganze Unternehmen darauf vorzubereiten, sollten wir kurz innehalten und intern recherchieren. Denn nicht selten kommt es vor, dass eine Abteilung oder eine Arbeitsgruppe bereits ein Tool ausprobiert hat oder gar aktiv nutzt – und der Rest des Unternehmens weiss davon gar nichts. Von solchen Erfahrungen kann profitiert werden, denn die Kollegen können genau erzählen, was «gut» und was «weniger gut» lief, worauf zu achten ist, welche möglichen Fehler vermieden werden können und welche «Best Practices» anzuwenden sind. Also fragt doch einfach mal euer Sales-Team, eure Personalabteilung oder Projektleiter, ob sie nützlichen Input für euch haben. Fragen kostet nichts und kann das Projekt «Digitalisierung» extrem beflügeln.

Hier geht's weiter!

Und jetzt? Fehlen da nicht noch 5 Fragen? Selbstverständlich wollen wir euch diese nicht vorenthalten. Im Blogbeitrag von unserem Partner LINXYS findet ihr Frage 6 bis 10 – der Klick lohnt sich.


👉🏻 Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Gastbeitrag von unserem Partner LINXYS.

Autor

Kateryna Scheller

Als Marketing- und Kommunikationsverantwortliche der LINXYS GmbH beschäftigt sich Kateryna intern sowohl mit aktuellen Themen rund um Social Intranet und Digital Workplace als auch mit dem Unternehmensauftritt. Extern unterstützt sie als Consultant bei der Einführung sowie Neuausrichtung von Social-Intranet-Systemen.

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